Hohe Fremdkapitalquote gesucht
Wenn Eigenmittel in mehreren Projekten gebunden sind, hebt ein Whole Loan die Fremdkapitalquote über das Bankniveau – ohne separate Mezzanine-Verhandlung.
Ein Whole Loan vereint erstrangiges und nachrangiges Fremdkapital in einer einzigen Finanzierung – ein Kapitalgeber, ein Vertrag, eine Prüfung. Alternate Capital strukturiert Whole Loans für Immobilienprojekte von 750.000 € bis 180 Mio. € in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Klassisch besteht die Kapitalstruktur eines Immobilienprojekts aus mehreren Schichten: einem erstrangigen Senior Loan der Bank, ergänzt um Mezzanine Kapital für die Eigenkapitallücke. Zwei Kapitalgeber bedeuten aber auch: zwei Prüfungen, zwei Verträge, ein Rangrücktritt – und doppelter Abstimmungsaufwand über die gesamte Laufzeit.
Der Whole Loan löst genau dieses Problem. Ein einziger Kapitalgeber – meist ein Debt-Fonds oder institutioneller Kreditgeber – stellt die gesamte Fremdkapitaltranche bereit, typischerweise bis etwa 85–90 % der Gesamtkosten (Loan-to-Cost). Der Zinssatz liegt als Mischkondition zwischen Bankdarlehen und Nachrangkapital, dafür entfallen Intercreditor-Abstimmungen und parallele Prüfungsprozesse.
Whole Loans haben sich in der Zinswende als Werkzeug etabliert, wenn Banken zurückhaltender finanzieren: Sie ersetzen die Kombination aus Senior- und Nachrangtranche durch eine integrierte Struktur mit einer klaren Ansprechpartner-Logik.
Ein Whole Loan ist kein Ersatz für jede Bankfinanzierung – aber in bestimmten Konstellationen die effizienteste Struktur.
Wenn Eigenmittel in mehreren Projekten gebunden sind, hebt ein Whole Loan die Fremdkapitalquote über das Bankniveau – ohne separate Mezzanine-Verhandlung.
Eine Prüfung statt zwei: Bei laufenden Baukosten und MaBV-Fristen zählt die Geschwindigkeit der Kreditentscheidung oft mehr als der letzte Basispunkt Zins.
Wer im Bieterverfahren eine gesicherte Finanzierung vorweisen kann, verhandelt stärker. Whole Loans schaffen Transaktionssicherheit gegenüber Verkäufern.
Umbau, Neuvermietung, Exit: Wenn klassische Banken das Übergangsrisiko scheuen, finanziert ein Whole Loan die Phase bis zur stabilen Vermietung.
Die integrierte Struktur passt zur dynamischen Rückführung aus Einzelverkäufen – Tilgung aus Notaranderkonto-Erlösen inklusive.
Für stabil vermietete Core-Objekte mit langem Horizont ist der klassische Senior Loan meist die günstigere Wahl.
Ehrlich eingeordnet: Der Mischzins liegt über der reinen Bankkondition, und Kapitalgeber erwarten belastbare Unterlagen, ein tragfähiges Exit-Szenario und erfahrene Sponsoren. Ein Whole Loan ist ein Werkzeug – kein Rabatt.
Gesamtkosten, Eigenmittel, Zeitplan, Exit: Wir definieren, welcher Auslauf und welche Laufzeit realistisch sind.
Exposé, Kostenkalkulation, Sensitivitäten und Sicherheitenkonzept werden kapitalgebergerecht aufbereitet.
Gezielte Ansprache von Debt-Fonds und institutionellen Kreditgebern, deren Ankaufsprofil zu Projekt und Volumen passt.
Konditionen vergleichen, verhandeln, Due Diligence koordinieren – bis zur Valutierung und darüber hinaus.
Zum Anhören und Ansehen: die wichtigsten Whole-Loan-Fragen in wenigen Minuten – direkt aus unserer Finanzierungspraxis.
Warum Whole Loans gerade jetzt gefragt sind, welche Ausläufe realistisch sind und worauf Kapitalgeber achten.
Zweite Folge: „Whole Loan im Immobiliengeschäft“ im Podcast-Hub
Wirtschaftlich decken beide Varianten denselben Kapitalbedarf. Beim Whole Loan kommt jedoch alles von einem Kapitalgeber mit einem Vertrag und einer Mischkondition; bei der Kombination verhandeln Sie zwei Verträge, zwei Prüfungen und einen Rangrücktritt zwischen den Kapitalgebern.
Marktüblich sind bis etwa 85–90 % der Gesamtkosten bzw. 75–80 % des Werts – abhängig von Standort, Assetklasse, Vorvermietung/Vorverkauf und Sponsor-Erfahrung. Die konkrete Zahl ergibt sich aus der Prüfung.
Bei vollständigen Unterlagen sind Term Sheets oft innerhalb von zwei bis vier Wochen möglich; bis zur Auszahlung vergehen je nach Due-Diligence-Umfang typischerweise sechs bis zehn Wochen.
Nein. Zins, Laufzeit und Auslauf hängen vom Einzelfall ab und werden erst nach Prüfung der Unterlagen und Rückmeldung der Kapitalgeber belastbar. Pauschale Zinsversprechen wären unseriös.
Die Kennzahl, die beim Whole Loan alles entscheidet, ist der Loan-to-Cost (LTC) – der Anteil der Gesamtkosten, den die Finanzierung abdeckt. Während eine Bank beim Senior Loan typischerweise bei 60–70 % LTC endet, reicht der Whole Loan bis etwa 85–90 %. Diese Differenz klingt technisch, verändert aber die Wirtschaftlichkeit eines Projekts fundamental: Bei 10 Mio. € Gesamtkosten bedeutet der Sprung von 65 % auf 88 % LTC, dass Sie 2,3 Mio. € weniger Eigenkapital binden.
Der maximale Auslauf hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind die Assetklasse (Wohnen wird höher beliehen als Spezialimmobilien), der Standort (A-Lagen erlauben mehr als periphere Märkte), der Vorvermietungs- oder Vorverkaufsstand und die Erfahrung des Sponsors. Ein Entwickler mit belastbarem Track-Record und einem Projekt in gefragter Lage erreicht die oberen Ausläufe – ein Erstprojekt in unklarer Lage entsprechend weniger.
Wichtig ist die ehrliche Gegenrechnung: Der höhere Auslauf des Whole Loan hat seinen Preis in Form einer Mischkondition, die über dem reinen Bankzins liegt. Die Rechnung geht dann auf, wenn die zusätzliche Fremdkapitalquote eine Eigenkapitalrendite ermöglicht, die den Zinsaufschlag mehr als kompensiert – was bei margenstarken Projekten fast immer der Fall ist. Wir modellieren für Ihr Vorhaben beide Szenarien durch: den Whole Loan gegen die klassische Kombination aus Senior Loan und Mezzanine. So sehen Sie schwarz auf weiß, welche Struktur unter dem Strich mehr Eigenkapitalrendite liefert – und treffen die Entscheidung auf Basis von Zahlen, nicht von Bauchgefühl.
Übermitteln Sie Gesamtkosten, Eigenmittel, Standort und Zeitplan über die Ersteinschätzung – wir ordnen ein, ob ein Whole Loan oder eine Kombi-Struktur die bessere Lösung ist.