Kaufpreis unter Einzelwert
Die Marge muss im Einkauf angelegt sein: belegbarer Abstand zwischen Blockpreis und realistischen Einzelverkaufspreisen der Mikrolage.
Das Aufteilergeschäft lebt von Geschwindigkeit und Struktur: günstig ankaufen, nach WEG teilen, gezielt sanieren, einzeln verkaufen. Alternate Capital strukturiert die Finanzierung für Aufteiler ab 750.000 € – mit Teilfreigabe-Logik, realistischen Abverkaufsszenarien und Kapitalgebern, die dieses Geschäftsmodell verstehen.
Der Aufteiler kauft im Block und verkauft in Einheiten – die Marge entsteht aus der Preisdifferenz zwischen Globalobjekt und Einzelwohnung, verstärkt durch Sanierung und professionellen Vertrieb. Diese Logik passt in kein Standard-Kreditraster: Die Rückführung erfolgt nicht aus laufendem Cashflow, sondern sukzessive aus Verkaufserlösen, deren Timing vom Markt abhängt.
Eine tragfähige Aufteilerfinanzierung bildet genau das ab: endfällige Struktur, Zinsansammlung oder Zinsreserve, Teilfreigaben je verkaufter Einheit, Puffer für Vermietungs- und Sanierungsphasen – und einen Plan B, falls der Abverkauf langsamer läuft. Mietrechtliche Rahmenbedingungen wie Kündigungssperrfristen nach § 577a BGB gehören von Anfang an in die Kalkulation.
| Baustein | Funktion | Typische Ausgestaltung |
|---|---|---|
| Ankaufsfinanzierung | Erwerb des Globalobjekts | erstrangig, 60–75 % des Einstands, 12–24 Monate |
| Capex-Linie | Sanierung & Aufwertung | Auszahlung nach Baufortschritt, in Gesamtlinie integriert |
| Nachrang / Mezzanine | Eigenmittelschonung | optional, 10–20 % der Kosten – siehe Mezzanine Kapital |
| Teilfreigabe-Mechanik | Tilgung im Abverkauf | Freigabequote je Einheit, Rest tilgt Darlehen |
Ob zwei Tranchen oder ein integrierter Whole Loan die bessere Wahl sind, entscheidet der Einzelfall: Der Whole Loan spart Koordination und Zeit, die geschichtete Struktur ist bei langen Haltephasen oft günstiger. Beides rechnen wir gegeneinander – inklusive Sensitivität auf Abverkaufsgeschwindigkeit und Preisniveau.
Beim Verkauf jeder Einheit muss der Kapitalgeber das Grundpfandrecht an dieser Einheit freigeben, damit der Käufer lastenfrei erwirbt. Vereinbart wird dafür eine Freigabequote: Ein definierter Anteil des Kaufpreises fließt an den Kapitalgeber (Tilgung), der Rest steht dem Projekt zur Verfügung.
Die Kunst liegt in der Kalibrierung. Zu hohe Quoten strangulieren die Projektliquidität – laufende Kosten, Vertrieb und Sanierung wollen bezahlt sein. Zu niedrige Quoten lassen das Restdarlehen langsamer sinken als den Sicherheitenwert, was Kapitalgeber mit Nachbesicherung oder Sondertilgungen beantworten. Wir verhandeln Quoten, Mindestverkaufspreise und Wasserfall-Regelungen so, dass beide Seiten durch den gesamten Abverkauf tragfähig bleiben.
Praxis-Detail: Kluge Verträge staffeln die Freigabequote – höher zu Beginn, niedriger gegen Ende – und regeln vorab, wie mit vermieteten Einheiten umgegangen wird, die langsamer verkaufen.
Die Marge muss im Einkauf angelegt sein: belegbarer Abstand zwischen Blockpreis und realistischen Einzelverkaufspreisen der Mikrolage.
Vergleichspreise, Zielgruppen, Vertriebsweg und Geschwindigkeit – konservativ gerechnet, nicht nach Wunschdenken.
Kündigungssperrfristen, Vorkaufsrechte der Mieter (§ 577 BGB) und Mietniveau bestimmen, welche Einheiten wann verkäuflich sind.
Abgeschlossene Aufteilungen zählen mehr als Volumen: Wer den Prozess von Teilungserklärung bis Notar kennt, bekommt bessere Konditionen.
10–20 % der Gesamtkosten sind marktüblich – teils ersetzbar durch Nachrang, nie durch Optimismus.
Wenn der Verkauf stockt: Trägt die Vermietung den Kapitaldienst? Diese Antwort will jeder Kapitalgeber sehen.
Einzelne ja, viele zurückhaltend – das exitgetriebene Modell passt schlecht in klassische Raster. Debt-Fonds und institutionelle Kreditgeber sind oft die schnellere und flexiblere Wahl; wir kennen die aktuell aktiven Adressen.
Ja – das ist der Regelfall. Die Finanzierung startet auf das Globalobjekt; Abgeschlossenheitsbescheinigung und Teilungserklärung folgen im Prozess und sind meilensteinbasiert in der Struktur verankert.
Typisch 18–36 Monate, abhängig von Sanierungsumfang und Abverkaufsgeschwindigkeit – mit Verlängerungsoptionen für den Fall, dass einzelne Einheiten länger brauchen.
Sie wandern in die Rückfallebene: Vermietung trägt den Kapitaldienst, später Verkauf an Kapitalanleger oder Übernahme in den Bestand via Bestandsfinanzierung.
Die Finanzierung für Aufteiler steht und fällt mit dem rechtlichen Rahmen des Abverkaufs – und diesen Rahmen sollten Kapitalgeber wie Aufteiler von Anfang an im Blick haben. Denn anders als beim Neubau werden hier bestehende, oft vermietete Wohnungen einzeln verkauft, und das Mietrecht setzt klare Grenzen.
Zentral ist die Kündigungssperrfrist nach § 577a BGB: Wird eine vermietete Wohnung erst nach dem Einzug des Mieters in Wohnungseigentum umgewandelt, gilt eine Sperrfrist von in der Regel drei Jahren – in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt bis zu zehn Jahren –, in der dem Mieter nicht wegen Eigenbedarfs gekündigt werden darf. Das beeinflusst die Verkäuflichkeit an Selbstnutzer erheblich und muss in der Abverkaufsplanung realistisch abgebildet sein. Ebenso relevant ist das Vorkaufsrecht des Mieters nach § 577 BGB: Der Mieter darf bei der ersten Veräußerung nach Umwandlung zu den mit einem Dritten vereinbarten Konditionen selbst kaufen.
Für die Finanzierung bedeutet das: Ein realistischer Businessplan unterscheidet zwischen frei verkäuflichen und (noch) vermieteten Einheiten und kalkuliert unterschiedliche Verkaufsgeschwindigkeiten und Preise. Vermietete Wohnungen erzielen als Kapitalanlage niedrigere Preise als bezugsfreie an Selbstnutzer – ein Aufschlag, der die Marge des Aufteilers ausmacht, aber Zeit braucht. Kapitalgeber, die dieses Geschäft verstehen, akzeptieren diese Logik; solche, die es nicht tun, lehnen ab oder bepreisen falsch. Wir strukturieren die Finanzierung für Aufteiler mit Kapitalgebern, die die mietrechtliche Realität kennen – und bauen die Freigabemechanik so, dass sie zum tatsächlichen Abverkaufsrhythmus passt, nicht zu einem Wunschszenario.
Einstand, Einheitenliste, Sanierungsbudget, Zielpreise: Übermitteln Sie die Eckdaten – wir strukturieren Finanzierung und Freigabelogik, die zu Ihrem Abverkauf passen.